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Pauschalregelung

Pauschale MwSt.-Regelung

  • An welche Steuerpflichtige richtet sich die pauschale MwSt.-Regelung?

    Um für ein bestimmtes Jahr in den Genuss der Pauschalregelung kommen zu können, muss der Steuerpflichtige vier Bedingungen in Bezug auf Folgendes erfüllen:

    • Tätigkeitsbereich
    • Form des Unternehmens
    • Art der bewirkten Umsätze
    • maximaler Umsatz

    Tätigkeitsbereich

    Die Pauschalregelung gilt für: 

    • Metzger und Fleischer
    • Bäcker und Bäcker-Konditoren
    • Gastwirte
    • Herrenfriseure, Damenfriseure, Herren- und Damenfriseure
    • Schuster
    • Einzelhändler in Milchprodukten und wandergewerbetreibende Milchhändler
    • Lebensmitteleinzelhändler
    • Betreiber von Frittüren
    • Schausteller
    • Speiseeiskonditoren
    • Zeitungseinzelhändler
    • Einzelhändler in Textilien und Lederwaren
    • Apotheker

    Form des Unternehmens

    Um in den Genuss der Pauschalregelung kommen zu können, muss das Unternehmen eine der folgenden Formen haben: 

    • eine natürliche Person
    • eine offene Handelsgesellschaft
    • eine einfache Kommanditgesellschaft
    • eine Privatgesellschaft mit beschränkter Haftung 

    Art der bewirkten Umsätze

    Die Pauschalregelung gilt für Steuerpflichtige, die Rechnungen (oder Dokumente) für höchstens 25 % des Betrags ihrer Umsätze ausstellen müssen.

    In bestimmten Fällen kann dieser Höchstbetrag von 25 % auf 40 % erhöht werden. 

    Maximaler Umsatz

    Um in den Genuss der Pauschalregelung kommen zu können, darf der Steuerpflichtige im Laufe des vorhergehenden Jahres nur einen Umsatz von höchstens 750.000 Euro (ohne MwSt.) erzielt haben.

    Siehe auch: Inhaltsverzeichnis - Mehrwertsteuerpauschalregelung

  • Welches sind die administrativen Verpflichtungen?

    Steuerpflichtige, die der Pauschalregelung unterliegen, müssen folgende Bücher und Dokumente führen:

    • Rechnungseingangsbuch
    • Rechnungsausgangsbuch (ggf.)
    • Tageseinnahmebuch (ggf.)
    • ein ausführliches Verzeichnis der Mehrgewinne aus besonderen Einkaufsbedingungen
    • Ausrechnungsblätter
  • Welche Auswirkungen hat die zeitweilige Senkung des MwSt.-Satzes im Horeca-Sektor für Pauschalsteuerpflichtige?

    Angesichts der Covid-19-Krise gilt seit dem 8. Mai und bis zum 30. September 2021 zeitweilig der ermäßigte MwSt.-Satz von 6 % für Restaurant- und Cateringdienstleistungen:

    • mit Ausnahme der Verkäufe von alkoholischen Getränken zum Mitnehmen
      • Biere mit einem vorhandenen Alkoholgehalt von mehr als 0,5 % vol. und
      • andere Getränke mit einem vorhandenen Alkoholgehalt von mehr als 1,2 % vol.

        unterliegen weiterhin dem MwSt.-Satz von 21 %.

    Obwohl der Begriff „Restaurantdienstleistungen“ etwas anderes vermuten lässt, umfasst er auch die Lieferung von Getränken ohne Speisen (in dem Maße, wie sie von einer ausreichenden Anzahl relevanter Nebenleistungen begleitet wird) in allen möglichen Schankstätten (Gastwirtschaften, Tavernen usw.).

    Für Lieferungen (Verkäufe zum Mitnehmen) gelten weiterhin die üblichen Regeln.

    Gehören Sie zu den folgenden Pauschalsteuerpflichtigen? Dann finden Sie die Auswirkungen, die diese Maßnahme auf Ihre MwSt.-Pauschalregelung hat, unter einem der folgenden Links: